14.02.2017

MUSKELKATER UND STAUBMÄUSE...

Es ist vollbracht. Nach einer Woche auf Knien herum rutschen, stundenlangem Mörtel weg spitzen, schwere Lasten tragen und Staub schlucken, haben wir glücklich die erste Etappe unseres diesjährigen Grossprojektes hinter uns. Die Tage waren ausgefüllt mit Lärm und Dreck und wir waren so sehr in unsere Arbeit versunken, dass wir regelmässig vergessen haben, zwischendurch auch einmal etwas zu essen. War aber weiter nicht schlimm, denn die Stimmung auf unserer Baustelle war wunderbar friedlich und kreativ und wenn wir uns die vorher/nachher Bilder ansehen, dann hat sich das Ganze definitiv gelohnt.













02.02.2017

SCHÖNGEIST UND TRAMPEL...

... und wie bekommt man die zwei zusammen?


Der schöngeistige Trampel, den ich meine, pöbelt herum, spricht schlecht über andere, auch über das eigene engste Umfeld und wird unter Alkoholeinfluss sehr vulgär. 
Sie ist imstande, mit Kind und Hund im Auto, besoffen (entschuldigt den Ausdruck) zu fahren. Sie redet oft schneller als sie denkt und wird daher verletzend. 
Sie schmückt sich mit fremden Federn, in dem sie auf ihren Social Media Seiten mit Bildern aus Pinterest wirbt ohne es je zu deklarieren und beschreibt die Bilder so, dass jeder der sich nicht auskennt denkt, die Bilder und das zugehörige Interior seien ihr Design. Sie wirft anderen Geschäften vor, sie zu kopieren. Sie kritisiert alles und jeden, ist aber selber unfähig eine Kritik anzunehmen.


Bild Quelle: springgreens.tumblr.com



Bild Quelle: AD Architectural Digert Germany



Bild Quelle: Frenchy Fancy



Bild Quelle: thisivyhouse.tumblr.com



Bild Quelle: dreamhomesss.com



Gleichzeitig ist sie eine Frau, die es schafft, ein Ambiente zu kreieren in dem man am liebsten für ein paar Tage versinken möchte. Stilvoll, gemütlich und warm. Sie hätte es also gar nicht nötig, mit fremden Bildmaterial zu werben. 
Würde sie Ferienhäuser einrichten, ginge man da gerne mal hin, um die Seele baumeln zu lassen. Ausser man hat sie erlebt, wie sie sich benehmen kann. Dann will man da nicht mehr hin, denn leider entzaubert es diese schön gestalteten Räume komplett. 
Zwischen diesem Wohlfühl-Ambiente und dem Charakter und Benehmen der Erschafferin liegt ein riesengrosser Canyon. Es ist eine Disharmonie und Diskrepanz. 

Wie kann es sein, dass sich ein Mensch, der sich mit schönen Dingen umgibt, ganz offensichtlich ein Auge dafür hat und auch Wert darauf legt, so regelmässig und total daneben benimmt? All das Schöne, mit dem sie sich umgibt, verliert sofort an Glanz, wenn sie den Schöngeist über Bord wirft und den Trampel übernehmen lässt. 

Gestaltung, Design, Raum- und Formensprache sind lernbar. Jeder der in diesem Fachbereich arbeitet, bedient sich der selben Vorgaben und holt sich seine Inspiration aus vergangenen Epochen, Fachzeitschriften und dem Weltmarkt. Daraus etwas eigenes zu erarbeiten ist das Ziel. Fachwissen und ein Gespür für Trends haben viele. Die Spreu trennt sich da vom Weizen, wo Werte mit einfliessen. Ein schönes Ambiente, welchem der Inhalt fehlt, bleibt plakativ.
Was für eine Kraft und was für ein Glanz hat hingegen ein Raum, der von einem Menschen gestaltet wird der es schafft, sein Inneres nach Aussen zu spiegeln. 

26.01.2017

BANKGEHEIMNISSE...

Üblicherweise erleben wir Banken sehr ernst, ruhig und distinguiert. Das Personal korrekt angezogen, die Kunden leise. Es wird mehr getuschelt als geredet. 
Unsere Bank sticht rein von der Optik etwas aus der Masse heraus. Sie ist offener und es gibt keine Schalter, sondern einen langgezogenen Tresen, an welchem die einzelnen Arbeitsplätze nur durch grosse Blumengestecke unterteilt sind. Auch die Kleiderordnung scheint etwas lockerer zu sein. Langjährige Blogleser erinnern sich vielleicht, dass Joos und ich vor drei Jahren, jeweils im blauen Einteiler im Büro unseres Bankers sassen. Wir hatten immer das Gefühl, dass er das eher lustig fand. 
Heute morgen musste ich warten bis ich an die Reihe kam. Ich stehe also da und versuche den eher privaten Gesprächen nicht zuzuhören, bis der Banker meines Vertrauens zu seinem breitbeinig vor dem Tresen stehenden Kunden sagt: "Meinst du, du hast noch Chancen bei den Weibern?" Ich schaue jetzt genau hin und denke, hat er nicht. Der Kunde aber verkündet lauthals: "Meine findet den Bart "grusig"  aber sonst scheint sie zufrieden!" Nun nahm auch der zweite Kunde am Gespräch teil und es entstand eine heftige Diskussion darüber, wie schnell Bärte wachsen, wer der Herren überhaupt genug Haare im Gesicht hat, um sich einen schönen Bart wachsen zu lassen und wie die Weiber darauf reagieren.
Ich stehe nicht darauf, als Weib bezeichnet zu werden. Aber ich stehe auf Bärte. 
Vielleicht lasse ich mir einfach einen wachsen. ;-)









25.01.2017

AUS ALT MACH SCHÖN...

Ein Möbel neu zu entwerfen, daran zu arbeiten bis es passt, oder die Wünsche eines Kunden so umsetzen, dass alle zufrieden sind, ist eine unglaublich spannende Arbeit. 
Viel spannender ist es für mich, aus all den in den letzten Jahren gefunden und gesammelten Schätzen, etwas Schönes entstehen zu lassen. Oft stehen sie lange in unserem Lager herum und wir wissen nicht, gibt es ein Möbel daraus oder brauchen wir es für einen Umbau? Und plötzlich ist die Idee da. 
Was uns auch daran gefällt, ist das damit verbundene Re - und Upcycling. Es ist einfach ein gutes Gefühl, in unserer Zeit der Billigwaren und des gedankenlosen Wegwerfens, aus etwas Altem, etwas Neues und Schönes werden zu lassen.
Mit genau diesem Gedanken gehen wir auch an unseren Umbau heran. Bald ist es soweit.
Wir starten Anfang Februar mit der ersten Etappe!































24.01.2017

STILL UND STARR RUHT DER SEE...

Die letzten Tage waren blitzkalt und ich war, wann immer ich draussen war, froh um warmes Schuhwerk. Warm eingepackt über knirschenden Schnee laufen, ist für mich aber etwas vom schönsten was es gibt. In Bad Ragaz haben wir das Glück, in unmittelbarer Nähe, ein unglaublich schönes und grösstenteils, naturbelassenes Stückchen Erde zu haben. Nix wie hin also. 


















19.01.2017

WENN DEIN KINDERGARTENGSPÄNLI FÜNFZIG WIRD...

kann das nichts anderes bedeuten, als dass mir noch dieses Jahr das selbe blüht. Ist aber nicht weiter schlimm, denn ich freue mich über alles was kommt und werde ganz nebenbei jeden Tag einen Tag älter. Es kommt also nicht überraschend.

Ich erinnere mich nicht an unser erstes Treffen. Ich kann auch nicht genau sagen, wann unsere Freundschaft ihren Anfang nahm. Irgendwann war sie da und ging nie wieder weg.
Ihre Familie ging Ski fahren, meine Langlaufen. Sie ging schwimmen, ich ersaufe noch heute fast. Sie war ein Wildfang, ich eher ängstlich. Sie küsste früh, ich spät. Sie hatte spät Kinder, ich früh. Sie ging reisen, ich nicht. Sie ist ein Zahlenmensch, ich ein kreativer Chaot. Es ist also nicht einfach zu erklären, was unsere Freundschaft ausmacht. 
Mein Kopf ist voll von Erinnerungen. Abenteuer die wir zusammen erlebt haben. Orte die wir zusammen gesehen haben. Menschen die wir zusammen kennen gelernt haben. 
Sie ist da wenn ich sie brauche, sie freut sich mit mir über meine Erfolge, sie stellt sich mir einmal pro Jahr als Modell zur Verfügung, sie versteht sich mit meinen Söhnen, sie albert herum mit meinen Freundinnen, sie ist wohl mit meinem Mann, sie passt noch immer in Kleider, die wir vor Jahren zusammen gekauft haben. Sie hat einen grossen Platz in meinem Herzen.































13.01.2017

NEWS VOM GÄSTETISCH...

Irgendwann im Dezember sassen wir, zusammen mit Andrea von www.hauptsach-gsund.ch, bei einem weissen Glühwein im Lattmann`s. Als uns eine Ragazerin fragte, wann wir denn kochen würden im Lattmann`s, sahen wir uns verwundert an. Der Wirt vom Lattmann`s möchte ab Anfang 2017 einmal pro Monat einen Störkoch einladen, um zu kochen was immer der will. Uns muss man sowas nicht zweimal sagen. 
Und so kommt es, dass wir am Samstag 11. März bei Tom im Lattmann`s einen vegetarischen und vollwertigen Fünfgänger kochen werden. Wir freuen uns darauf!





















Zu Gast bei Lattmann`s

Samstag 11. März

Anmeldungen unter 0797431907
oder per Mail arlett@sachensucherei.ch
oder direkt bei Tom.

03.01.2017

WINTER WONDERLAND....

Die Weihnachtszeit ist Geschichte und wir sind alle gut angekommen im neuen Jahr. 
Wir hatten gemütliche Tage, wurden reich beschenkt und haben viel geschlafen ;-) ... war auch nötig, denn zum Ende des Jahres hin, wird es in einem Geschäft immer sehr hektisch. 
Jetzt sind wir wieder zurück, mit neuen Ideen, viel Tatendrang und Energie, die wir Anfang Februar in unseren Umbau im 1. und 2. Stock stecken werden. Bis dahin erfreuen wir uns an schönen, kalten Wintertagen.
















29.12.2016

WERKTAGE IM ENGADIN...

Eigentlich haben wir ein paar Tage Ferien. Gerade dann haben wir aber die Muse in der Werkstatt kreativ zu werden. Wir sichten unseren Fundus, lesen aus und fangen an zu arbeiten. Und wir geniessen die Zeit zusammen in der Werkstatt. Es wird geschliffen, geschnitten, gelötet, geschweisst und gebürstet. Heraus kommen dann oft ganz spezielle Dinge und wir freuen uns darüber. 







































Und jetzt trinken wir einen Apero in unserem neu entstandenen Ausstellungs-Wagen, zusammen mit Freunden und Familie. Prost!